Forschungsstelle Geschlechterforschung


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Zum Wissenschaftstag Geschlechterforschung #4genderstudies am 18.12.2017 erklären Mitglieder der Forschungsstelle Geschlechterforschung, warum das Nachdenken und Forschen über Geschlecht wichtiger Teil kritischer Wissenschaft ist:

 

Wir brauchen Genderperspektiven in Forschung und Lehre, ...

... weil wir strukturellen Sexismus an der Uni beseitigen müssen.
Prof. Dr. Julia Becker, Professur für Sozialpsychologie, Institut für Psychologie der Universität Osnabrück

... weil die Probleme der heutigen Gesellschaft ohne die historische Analyse geschlechterspezifischer Unterschiede nicht verstanden werden kann. Ohne Verständnis keine Lösung.
Dr. Stefanie Freyer, Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück

... weil es für gute Gleichstellungsarbeit fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse braucht.
Gleichstellungsbüro der Universität Osnabrück

... weil wir gesellschaftliche Ungleichheit sichtbar und damit auch kritisierbar machen wollen.
Dr. Johanna Neuhauser, Fachgebiet Migration und Gesellschaft/Soziologie, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück

... weil kritische Wissenschaft vielfältige Blickwinkel benötigt.
Judith Conrads, Koordinatorin der Forschungsstelle Geschlechterforschung der Universität Osnabrück

... weil sie dazu beitragen, dass Forschung für alle Menschen gelten kann.
Sandra Wagner, Studierende der Universität Osnabrück

... weil wir eine gesellschaftliche Verantwortung haben, politischen Ideologien, im Rahmen derer selbst Begriffe wie "Diversität" und "Transgender" staatlicher Zensur unterliegen können, wirkungsvoll entgegenzutreten.
Rouven Brinkmann, Institut für Anglistik/Amerikanistik der Universität Osnabrück

... um Lehramtsstudierende und Studierende der Pädagogik, Sozialen Arbeit und Erziehungswissenschaft zu sensibilisieren und für ihren späteren Arbeitsalltag gut vorzubereiten.
Pia Tabe Visse, Studierende der Universität Osnabrück

... weil Wissenschaft nicht unabhängig von den „Subjekten“ zu sehen ist, die forschen und lehren. Diese haben ihre je eigenen Biographien, sind in unterschiedlichen kulturellen Kontexten und Geschlechterzusammenhängen verortet. Zu oft wurden und werden weibliche Perspektiven ausgeblendet, ebenso wie die Lebenskontexte von indigenen Völkern; dann entspricht Wissenschaft aber nicht ihrem gesellschaftlichen Auftrag im Dienst der Menschenwürde und eines Zusammenlebens in Frieden und Gerechtigkeit.
Prof. Dr. Margit Eckholt, Professur für Dogmatik mit Fundamentaltheologie, Institut für katholische Theologie der Universität Osnabrück

... zum einen, weil Geschlecht die bedeutsamste Differenzkategorie dieser Gesellschaft ist, die sowohl strukturell machtvoll ist als auch in die Alltagspraktiken eingeschrieben ist. Dabei tut Geschlecht stets so, als sei es nicht vordergründig, ist dabei aber mit seiner zwanghaften Zweigeschlechtlichkeit derart ordnungsgebend, dass es zu einer die Situation bestimmenden Kategorie wird; das gilt auch für die Situationen "Forschung" und "Lehre". Zum anderen brauchen wir Genderperspektiven in Forschung und Lehre, weil Studierende eine Haltung zu Gesellschaft entwickeln sollten, dazu gehört auch sich selbst als Produzent*in einer Ordnungskategorie zu verstehen, die Menschen ausschließen, diskriminieren und abwerten kann.
Dr. phil. Judith von der Heyde, Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Osnabrück

 … weil mir in soziologischen Seminaren immer wieder auffällt, dass viele Studentinnen denken 'die Geschlechterfrage' sei für sie keine mehr, aber sich bei der Beschäftigung mit Daten zum Thema 'Arbeitsteilung und Beruf nach dem ersten Kind' zu fragen beginnen, ob nicht auch sie das treffen wird: Verschiebung in Richtung weniger egalitärer Arbeitsteilung, Teilzeit und Auswirkungen auf Karriere und nicht zuletzt Rente. Die Geschlechterforschung leistet eine Bestandsaufnahme und hilft die Persistenz solcher Gender-Arrangements zu verstehen.
Prof. Dr. Helen Schwenken, Professorin für Migration und Gesellschaft am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften und am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien und Sprecherin der Forschungsstelle Geschlechterforschung der Universität Osnabrück

Großes Interesse an FGF-Tagung "Macht – Körper – Mobilität"

Am 17. November 2017 lud die Forschungsstelle Geschlechterforschung der Universität Osnabrück zur Tagung  "Macht – Körper – Mobilität. Die Forschungsstelle Geschlechterforschung stellt sich vor" ein. Etwa 60 Teilnehmer*innen nahmen an der Tagung und an anregenden Diskussionen und einem spannenden Austausch teil.

Nähere Informationen und das Programm finden sich hier.